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Pyrit – es ist nicht alles Gold, was glänzt

Halbedelsteine

Er ist bekannt seit der Antike und wurde in vielen mineralogischen Abhandlungen beschrieben. Im Mittelalter nannte man ihn „Hans Dampf in alle Gassen“, aufgrund seines reichhaltigen Vorkommens. Wir reden von einem Mineral, dessen Fundstellen meist auf größere Erzvorkommen hinweist. Gemeint ist natürlich der Pyrit, der auf der ganzen Welt zu finden ist.

Pyrit glänzt wie Gold, ist aber keines

Pyrit – Eigenschaften

Durch seine Farbe ist Pyrit leicht mit Gold zu verwechseln. Als „Katzengold“, d.h. als Gold der Ketzer wurde er früher bezeichnet. Von den Unglücksraben, die ihn für Gold hielten, stammt der Name „Narrengold“. Der Pyrit gehört zur Gruppe der Sulfit-Salze mit der chem. Bezeichnung FeS. Es ist also nichts anderes, als eine Verbindung aus Eisen und Schwefel. Der Stein beindruckt durch völlig makellose geometrische Formen, meist kubisch-würfelförmig oder oktaederförmig oder in Variationen des Oktaeders. Kugelige Ausprägen kommen genauso vor, wie pyritisierte Fossilien. Das sind gewissermaßen versteinerte Fossilienskelette, die mehrere Millionen Jahre alt sind. Betrachtet man einen kubischen Pyrit, so ensteht der Eindruck, als habe ein Sonnengott minimalistisches Design entdeckt. Die Assoziation mit Sonne und Feuer kommt nicht von ungefähr.

Pyrit – Verwendung

In alten Zeiten wurde Pyrit als Feuerstein verwendet, denn wird er auf harte Gegenstände geschlagen, schlägt er Funken. Für die chemische Industrie dient der Pyrit als Ausgangsstoff, um Schwefelsäure zu gewinnen. Zuerst wird der Pyrit erhitzt und geröstet, es entsteht Schwefeldioxid, anschließend Schwefeltrioxid, das umgesetzt mit Wasser zu Schwefelsäure wird. Weniger bedeutend ist er für die Schmuck-Industrie. Der große Nachteil ist die hohe Empfindlichkeit des Minerals gegen Wärme. Trotzdem wurde er früher als Trauerschmuck verwendet, in der Zeit des Art-Deko war er sehr beliebt und es wurden Broschen, Ringe und Halsketten aus Pyrit gefertigt. Auch heute kann man ihn in Mineralienshops oder esoterisch orientierten Schmuck-Online-Shops als Schmuck oder Talisman kaufen. Seltener sieht man ihn in den Auslagen hochwertiger Juweliere.

Pyrit – Fundstellen in Europa

In der Schweiz stammen schöne Funde hier aus dem Binntal. Im Jahre 2011 waren die Strahler in der Gegend von Dornbirn erfolgreich, mit einer schönen Pyrit-Kugel, die an das Werk eines modernen Bildhauers erinnert. Bedeutende österreichische Funde kommen aus dem Rauris und dem Habachtal. Fundstellen in Italien befinden sich im Piemont, in der Toskana und auf Elba.

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